Kölner Großmarkt: Apell des ehemaligen Vorsitzenden der Interessengemeinschaft des Kölner Großmarkt e.V. an den Rat der Stadt Köln
Betreff: Kölner Großmarkt - Ende am 31.12.2025!?
Von: Michael Rieke <rieke@koelner-grossmarkt.de>
Datum: 08.12.25, 17:34
An:
cdu-fraktionpoststelle@stadt-koeln.de, dielinke@stadt-koeln.de, fdp-fraktionpoststelle@stadt-koeln.de, gruene-fraktion@stadt-koeln.de, spdfraktion@stadt-koeln.de, volt@stadt-koeln.de, thor.zimmermann@stadt-koeln.de, afd-fraktion@stadt-koeln.de, w-wortmann@netcologne.de, henriette.reker@stadt-koeln.de
Sehr geehrte Mitglieder*innen des Rats der Stadt Köln,
es mag sein, dass der eine oder andere mit Blick auf das Ende des Kölner Großmarkts bereits in Feierlaune ist. Auf dem Kölner Großmarkt jedenfalls ist hiervon nichts zu spüren.
Der Rat der Stadt Köln, hier konkret mit den Stimmen von Grüne, CDU, Volt und der Oberbürgermeisterin a.D., Henriette Reker hat die Schließung des Kölner Großmarkts zum 31.12.2025 beschlossen. Zeitgleich hat man den hier tätigen Händlern lediglich 1,25 Jahre Zeit eingeräumt, den Standort zuv erlassen und ihnen zudem übermäßige Rückbauverpflichtungen aufgebürdet. Parallel hierzu hat die Stadtverwaltung den Standort weiter der Verwahrlosung und dem Verfall überlassen, schlicht und ergreifend noch nicht einmal das Mindeste unternommen, um bis zum Ende des Betriebs den Standort zu erhalten.
Nun neigt sich das Jahr dem Ende entgegen. Viele Händler haben und werden ihren Betrieb ohne jede Not schließen, einige Händler ihren Standort verlagern, nicht nur innerhalb der Grenzen Kölns. Köln ist die einzige Metropole Europas, die überzeugt ist, künftig keinen Großmarkt mehr zu benötigen. So lautet ja schließlich der Wille des Rats der Stadt Köln.
Wir haben aber zum Ende des Jahres hin zunehmend das Problem, dass die Verlagerung eben mehr Zeit benötigt, als der Rat der Stadt Köln den Händlern zugestehen möchte. Diese Unternehmen haben nun Investitionen getätigt, sind Verpflichtungen eingegangen und geraten nun ohne Schuld in Not.
Es gilt Grundstücke zu entwickeln, d.h. es muss gebaut oder umgebaut werden, es müssen Genehmigungen für den Großhandelsbetrieb, für Brandschutz, u.v.m. eingeholt werden. Hier ist sogar gleichfalls die Stadtverwaltung selbst der Bremsschuh.
Neben den Rückbauverpflichtungen drohen jetzt jenen Unternehmen massive wirtschaftliche Einbußen, weil diese die unternehmerische Entscheidung getroffen haben, den Standort nicht einfach zu schließen, sondern zu verlagern. Und nun es aus zeitlichen Gründen nicht schaffen werden.
Ab dem 1.1.2026 werden noch viele Jahre ins Land gehen, ohne dass hier irgendetwas geschehen wird. Wir haben hier eine Situation, wonach die Stadt Köln hier die Schließung der Unternehmen erzwingt, wie bei einer Notsituation in der Zeit der COVID19-Pandemie jedoch mit dem Unterschied, dass hier keine Pandemie also auch keine Notsituation vorliegt. Unsere Forderung lautet daher:
Es müssen hier für sämtliche Unternehmen, die NACHWEISLICH sich selbst um eine Alternative bemüht haben, Interimslösungen geschaffen werden, die geeignet sind, den Geschäftsbetrieb bis zum Umzug aufrechtzuerhalten.
Wir fordern Sie daher auf, sich dringend und kurzfristig hiermit zu befassen und Lösungen zu schaffen, die verhindern, dass hier den Unternehmen unverschuldet die Existenz genommen und Arbeitsplätze vernichtet werden.
Mit freundlichen Grüßen
i.A. Michael Rieke
Interessengemeinschaft Kölner Großmarkt e.V.
c/o Früchte Heep GmbH
Marktstraße 10, 50968 Köln
Registergericht Köln / VR 12843
Nützliche und aktuelle Infos finden Sie unter: www.koelner-grossmarkt.de
Mobil: +49 (0) 177 8012389
E-Mail: rieke@koelner-grossmarkt.de
