Der Kölner Großmarkt in Bedrängnis! Wie in Köln zukünftige Ernährungs-Unsicherheiten und Versorgungskrisen mutwillig herbeigeführt werden...

Ein wichtiger städtischer Platz für den Handel mit einheimischen Nahrungsmittel wird aktiv von der Stadt Köln  zerstört!

Ein wichtiger städtischer Platz für den Handel mit einheimischen Nahrungsmittel wird aktiv von der Stadt Köln zerstört! Wie in Köln zukünftige Ernährungs-Unsicherheiten und Versorgungskrisen mutwillig herbeigeführt werden !

Heute, zu Zeiten des gesundheits-schädigenden Corona - Manövers und zu Zeiten des verheerenden Russland-Feldzugs werden auch auf LOKALER, städtischer Ebene von der Kölner Stadtverwaltung Maßnahmen durch-geführt, die sich gegen lebenswichtige Infrastrukturen richten, die den Erhalt der Ernährungssicherheit dienen. Die Rede ist von der sogenannten „Verlegung“ des Kölner Großmarkts im Stadtteil Raderberg nach Sankt Nirgendwo in Marsdorf!

Der Kölner Großmarkt ist ein wichtiger Handelsplatz für den Vertrieb von Lebens-mitteln aller Art aus den umliegenden Erzeugergebieten, der Kölner Bucht. Nur ein Teil der auf dem Großmarkt vertriebenen Ware kommt aus dem europäischen Ausland. Der Großmarkt ist das logistische /praktische Bindeglied zwischen den einheimischen Landwirtschaft aus der Region auf der einen Seite und den Gastwirtschaften, den Wochenmärkten, den Großküchen und den Mensen auf der anderen Seite. Zentraler Ort für den Handel mit Lebensmitteln aller Art ist eine futuristische Versteigerungshalle auf dem Ge-lände des Großmarkts im Kölner Stadtteil Raderberg. Dort werden täglich zwischen zwei und acht Uhr morgens Tonnen von Lebensmittel, die hier in die Stadt gebracht wurden, an die Händler, an die Gemüseläden, an die Wochen-Marktbeschicker, an die Gastronomie u.s.w. weitergegeben.

Die seit 1940 aufgebaute Stadtteilgroße und zentrale Anlage (des Großmarkts) mit seiner denkmalgeschützen Versteigungshalle im Zentrum und seinen vielen Aufbauten und Lagerhallen drumherum wird in diesen Tagen bei laufenden Betrieb (!!) von der Kölner Stadtverwaltung demontiert, abge-rissen und zersetzt. Der Platz soll für die Bedürfnisse von Groß-Banken und Bau- Konzerne „frei gemacht“ werden!

Vor 15 Jahren, also im Jahr 2007 hatte der Kölner Stadtrat beschlossen, dass der Großmarkt aus der Kölner Südstadt nach außerhalb, nach Köln Marsdorf verlegt werden soll, weil das augenblickliche Gelände des Großmarkts, 2,5 km von der Kölner Geschäftscitiy entfernt, ein begehrtes Sahne-Stückchen für die Bau-Konzerne sein könnte! Doch bislang hat die Kölner Stadt-verwaltung ihre Aufgabe, den Umzug des Großmarkts auf einen anderen Platz zu organisieren, nicht gemacht! Denn auf dem viel zu kleinen Gelände im 12 km entfernten Köln Marsdorf steht noch nicht einmal eine Holzbank! Trotzdem hat die Kölner Stadt-verwaltung schon vor einiger Zeit damit begonnen, die notwendige Infrastrukturen fürden Betrieb eines Handelsplatzes in Rader-berg zu zerstören und die Händler zu vergraulen! Und das, obwohl der Stadtrat im Mai 2021 beschlossen hatte, dass „Planungs-sicherheit für die Händlerinnen und Händler am Großmarkt zu schaffen sei und das „Frischezentrum“ in Marsdorf zügig zu entwickeln!“ Damit der Betrieb auf dem jetzigen Großmarkt in der Zwischenzeit nicht beeinträchtigt wird, hat der Stadtrat im Mai 2021 auch beschlossen, „den Betrieb des Großmarkts am Standort in Raderberg bis Dezember 2025 zu verlängern“!

Trotzdem werden bei laufenden Betrieb Lagerhallen abgerissen, Händler des Platzes verwiesen, Parkplätze entzogen, Arbeiten behindert, Reparaturen und Renovierungen nicht gemacht, es werden Mitarbeiter vergrätzt, der Müll wird nicht vernünftig entsorgt – ohne dass auf dem Gelände dem alternativen Gelände in Marsdorf irgendetwas Markt-ähnliches aufgebaut wird!

Auf Grund ihrer Unfähigkeit in Marsdorf irgend etwas vernünftiges Großmarkt-ähnliches aufzubauen und auf Grund ihrer Unterwürfigkeit gegenüber den Bau-konzernen hat die Stadtverwaltung aus dem Vorhaben, den Großmarkt nach Marsdorf zu verlegen eine Form der Sabotage entwickelt, die die Existenz des Großmarkts in Raderberg gefährdet! (Hier mehr dazu:https://nabis.de/ )

Die aktuelle Lage auf dem Großmarkt ist kritisch. Die Händler klagen, sie ringen ums Überleben. Und die Kölner Medien berichten nur aus der Perspektive der Bau-Konzerne!

Und diese Zerstörungswerk der Kölner Stadtverwaltung direkt vor unserer Haustür geschieht ausgerechnet jetzt, inmitten einer globalen Klimakrise, die mittlerweile zu einem Wassermangel historischen Ausmaßes geführt hat! Riesige landwirtschaftlich, genutzte Gebiete Südeuropas, z.B. Almaria in Südspanien – von denen die Supermärkte (Aldi, Lidl, REWE) zu Dumpingpreise „unser“ Obst und Gemüse bisher eingekauft haben – sind im Begriff völlig auszu-trocknen! Der Klimawandel hat in den letzten paar Jahren in „unseren“ Anbau-gebieten Südeuropas drastische Spuren hinterlassen! Das Ende der dortigen Produktion ist mangels Wasser bereits in Sicht! (hier weiter ... https://www.youtube.com/watch?v=oTtOPJk9WZ4 )

Kommt zu all dem Elend noch hinzu, dass in diesen Tagen die deutsche Regierung (Russland-Sanktions-Politik-bedingt) die eigene Wirtschaft mutwillig in einer der größten Energie - und Wirtschaftskrise seit Bestehen der Bundesrepublik katapultiert hat! Diese selbst erzeugten Krisen haben das Potential, unter den heutigen globalisierten, landwirt-schaftlichen Produktionsbedingungen, zu einer Ernährungskrise zu führen! Das Sterben einheimischer Bauernhöfe ist längst im Gange! Es sind aber genau diese ein-heimischen Bauern, die im Falle einer sich verschärfenden Wirtschafts- und Klima-Krise uns, der städtischen Bevölkerung das Gemüse produzieren können! Und gleichzeitig ist die Kölner Stadtverwaltung im Begriff einen solchen, wichtigen Handelsplatz (für die einheimische Landwirtschaft und für die Verteilung von Lebensmitteln) in Köln zu zerstören!

Zu den selbst erzeugten Krisen auf Bundesebene (Corona und der Russland-Feldzug) kommt das irrationalem Verhalten der lokalen Verwaltungen hinzu und müssen von uns, dem Bürger zum Anlass genommen werden, fragwürdige „Stadtentwicklungs-Projekte“, wie zum Beispiel das Bau-Projekt „Parkstadt Süd“ und die Verlegung / Zerstörung des noch funktionierenden Kölner Großmarkts noch einmal auf Sinn und Verstand zu untersuchen!

Genau dazu rufen wir, der Verein Nabis und die Händlergemeinschaft des Großmarkts die Stadt Köln auf!

Es grüßt euch Ottmar,

1. Vorsitzender des Bildungs-Vereins NaBiS. e.V., Kontakt: nabis@web.de

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